Elastographie

Um die Darstellung von Tumoren und damit die Treffsicherheit der Biopsie zu verbessern, sind verschiedene neue Techniken in Erprobung, darunter die Elastographie. Sie beruht darauf, dass sich Tumoren von gesundem Gewebe in ihrer Elastizität (Härte) unterscheiden können (Loch 2006). Die Durchführung ist ähnlich wie beim TRUS. Zusätzlich lässt sich dabei durch kontrollierten Druck auf die Prostata die Elastizitätsverteilung innerhalb des Organs in Echtzeit abbilden, also quasi ein sehr detailliertes Tastbild erzeugen.

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Um den Wert der Elastographie zur Tumorerkennung zu bestimmen, wurden in einer weiteren Studie Männer mit einem mittels Biopsie gesicherten Prostatakarzinom vor radikaler Prostatektomie untersucht (Salomon 2008/1+2). Die Autoren verglichen die Befunde der Elastographie mit denen des entfernten Gewebes, woraus sich eine Sensitivität von 75% und eine Spezifität von 77% ergab. Sie sehen darin andere Studien bestätigt und die Darstellung verdächtiger Bereiche gegenüber dem bisherigen Ultraschall verbessert.

Quellen:

  • Loch, T.: Innovative Sonographie beim Prostatakarzinom. Urologe 2006 45:692–701
  • Salomon, G.: Visualisierung von Karzinomarealen in der Prostata ist begrenzt. Biermann, Köln, Urologische Nachrichten, 1. Ausgabe zum 60. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie 2008, S. 28
  • Salomon, G., et al.: Ultraschallbasierte Echtzeit-Elastographie zur Prostatakarzinom-Detektion: Ein Vergleich mit Großflächenschnitten nach radikaler Prostatektomie. 60. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie, Stuttgart, 24.-27.9.08, Abstract V 6.5, Urologe 2008 (Suppl 1):85